Auf einem ovalen Teller liegt ein Stück Rote-Beete-Quiche. Darauf etwas Joghurtsauce mit Kurkuma.

Rote-Bete-Quiche mit Feta – Genuss in Pink

Gegen den Novemberblues kommt Farbe auf den Tisch!
Diese Rote-Bete-Quiche vertreibt jedes Grau, macht gute Laune und schmeckt sehr lecker ... hmmmm.

Ach ja, es ist Herbst und Novembergrau. Etwas Farbe wäre da nicht schlecht. Da nehme ich mir doch ein paar unscheinbar aussehende Rote-Bete-Knollen und backe eine leckere Quiche daraus. Das habe ich noch nie vorher gemacht, passt aber gerade ganz gut.

Von außen betrachtet sieht die Rote Bete ja nach nichts aus: stumpf, erdbraun und manchmal etwas runzelig, wenn sie schon lange gelegen hat. Aber innen drin verbirgt sich ein einzigartige Rot, das jede Mahlzeit optisch aufpeppt. Dieses Rot! Unvergleichlich! Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus.

Deshalb setze ich die rote Rübe immer dann ein, wenn ich Farbe im Essen brauche. Sei es als Pulver, um Sahne erröten zu lassen oder als Saft. Pur verwendet, bekomme ich natürlich die geballte rote Power. Mein Rote Bete-Risotto mit Maronen ist dafür ein sehr gutes Beispiel.

Ein Stück dunkelrote Rote-Bete-Quiche mit sonnengelber Joghurtsauce liegt auf einem türkisfarbenen Teller. Daneben eine Gabel und ein Schälchen mit Joghurtsauce.

Neben Farbe liebe ich auch den Geschmack der Rote Beete. Erdig und süß. Das passt in die Jahreszeit. Zudem versorgt mich dieses tolle Knollengemüse mit vielen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und pflanzlichem Eiweiß. Diese Seite der roten Knolle hatte ich bereits im Rezept für den pikanten Rote Bete-Aufstrich beschrieben.

Die Rote Bete bereite ich immer im Dampfgarer* zu, damit die Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Zum Schälen ziehe ich nie Handschuhe an. Erstens, weil ich nicht gerne mit Handschuhen arbeite. Zweiten, weil mich die roten Finger, die ich davon bekomme, nicht stören. Nach zwei-, dreimal Händewaschen ist die Farbe ohnehin so blass, dass sie nicht mehr auffällt. Sollten rote Hände doch mal unpassend sein, würde ich sie mit Zitronensaft abreiben.

Genug geredet! Hier ist das Rezept für die Rote-Bete-Quiche mit Feta. Wer mich darauf gebracht hat und warum ich es gemacht habe, liest du weiter unten.

Rezept

Menge 4 Stück
Küche Französisch
Besonderes Mealprep
Vorbereitung 40 Min.
Zubereitung 50 Min.
Gesamtzeit 1 Std. 30 Min.

Zutaten für den Teig

Quiche mit ø 24 cm – ergibt 4 Stück

  • 90 g Weizenmehl
  • 60 g Dinkelmehl
  • 60 g Butter
  • 30 g frisch geriebener Parmesan
  • 2 EL Sonnenblumenkerne

Zutaten für den Belag

  • 350 g Rote Bete
  • 150 g Quark
  • 100 g Feta
  • 2 Eier
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Kräutersalz
  • 1 TL Schwarzkümmel
  • 1 EL Fetakrümel

Zubereitung

Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: 40 Minuten

  1. Die Zutaten für den Teig zu einem Teig kneten und 30 Minuten kaltstellen.
  2. Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.
  3. Rote Bete schälen, in den Bambusgarer legen (oder in Wassser kochen), bis sie weich sind und in kleine Würfel schneiden.
  4. Den Teig ausrollen, in eine gefettete Quicheform legen und mehrmals mit der Gabel einstechen.
  5. Die gerösteten Sonnenblumenkerne auf dem Boden verteilen und festdrücken.
  6. 10 Minuten bei 180 °C Blindbacken.
  7. Den Teig aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
  8. Feta, Quark, Ei und 3/4 der Rote Bete-Würfel mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  9. Die restlichen Rote Bete-Würfel auf dem erkalteten Boden verteilen.
  10. Die Eimasse vorsichtig darauf verteilen. Mit Fetakrümeln und Schwarzkümmel und bestreuen.
  11. Bei 190 °C 30 Minuten backen.
Dreigeteiltes Bild: Links ist ein eine noch nicht gebackene Rote Beete-Quiche zu sehen, Rechts oben der vorbereitete Boden mit Sonnenblumenkernen und rechts unten ist die fertiggebackene Quiche zu sehen.

Die fertige Rote Bete-Quiche kommt mit einem tollen dunkelrot daher. Bei diesem bestechenden Pink ist mir nach noch mehr Farbe: Sonnengelb muss es sein.

Joghurtsauce

Zutaten

Zubereitungszeit: 10 Minuten

  • 150 g Naturjoghurt
  • 1 TL Curry
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 EL Dill

Dill hacken und mit den anderen Zutaten verrühren. Abschmecken. Fertig!
Mit der warmen Quiche servieren – ein Augenschmaus!

Guten Appetit wünscht
Frau Inga

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„Koch mein Rezept“

Die Rezepte auf meinem Blog sind, wie du weißt, alle von mir. Ein paar wenige Ausnahmen gibt es. Dazu gehören u. a. die Energiekekse nach Hildegard von Bingen. Aber auch solche, die ich im Rahmen der Aktion „Koch mein Rezept“ nachkoche.

Bei der dritten Runde dieses Kochevents wurde mir der Foodblog von Evchen zugelost. Auf ihrem Blog habe ich mich lange und zugeben etwas ratlos umgesehen. Das allerdings sehr gerne. Denn die Fotos allein sind schon ein Genuss für das Auge (Oh weh, da muss ich noch viel lernen, bis meine Fotos diese Qualität erreichen …)

Dennoch blieb die Frage “Welches dieser Gerichte koche nach?” Viele Rezepte erschienen mir sehr aufwendig – aufgrund von Zeitmangel muss es gerade schnell gehen. Auf Evchens Foodblog habe ich viele warme Gerichte gesehen, die aber leider nicht vegetarisch sind. Durchaus reizvoll, (ohne Frage!) aber ohne Fleisch wären diese Rezepte nichts anderes als ein fades Duplikat.

Ein stück Rote-Bete-Quiche mit Feta liegt auf einem türkisfarbenen Teller. Im Hintergrund ist die angeschnittene Quiche zu sehen.

Nach langem Stöbern, Lesen und Überlegen kamen zwei Rezepte in die enge Wahl: Und zwar eine cremige Kürbis-Salbei-Pastasauce und die Pinkfarbene Rote-Bete-Tarte mit Feta und Parmesanboden. Entschieden habe ich mich schließlich für die Tarte, wobei die bei mir nun Quiche heißt.

Für meine Rote-Bete-Quiche habe ich die von Evchen vorgegebenen Mengen reduziert. Da habe ich mich auf meine Erfahrung als Quiche-Bäckerin verlassen. Gut so, denn meine Quicheform wäre sonst übergelaufen. Wäre ja schade drum gewesen.

Auch den Teig habe ich etwas anders gemacht. Evchen verwendet deutlich mehr Butter und ein Ei. Das mag der üppigen Pfälzer Küche geschuldet sein. Für meinen Geschmack ist das zu fett. Immerhin bin ich mittlerweile in einem Alter, in dem es weniger um Abnehmen als viel mehr um Gewicht halten geht.

Die Joghurtsauce ist meine eigene Ergänzung, weil mir, wie oben bereits erwähnt, nach viel Farbe und bunt zumute war.

Hats geschmeckt?

Was für eine Frage! Na, und ob!

Genau wie Evchen erinnert mich die fertige Rote-Bete-Quiche sehr an Beerenkuchen. Die Konsistenz ist cremig und der Geschmack mild. Die Sonnenblumenkerne vom Boden fallen erst beim zweiten Biss auf und ergänzen das Aroma.

Ich hätte eine Rote-Bete-Quiche nicht so gemacht. Freue mich aber sehr über das Ergebnis. Geht bestimmt auch mit Kürbis …

Blindbacken

Der Teig wird mit Pergamentpapier, Backpapier oder Alufolie ausgelegt. Aus ökologischen Gründen verwende ich Pergamentpapier.
Auf dem Papier werden Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Kichererbsen) oder Kirschkerne verteilt. Anschließend wird der Teig 10 Minuten bei 190 °C gebacken.
Sinn des Blindbackens ist es, dass der Boden flach bleibt, die Teigränder aber aufgehen bzw. sich stabilisieren.
Damit der Boden flach bleibt, muss er vorher mehrmals mit der Gabel eingestochen werden. So kann die Luft, die sich zwischen Teig und Formboden bildet, entweichen.
siehe auch Wikipedia

Auf einem Holztisch steht eine Quicheform, gefüllt mit Kichererbsen zum Blindbacken.

Quellen

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Inga,
    freut mich sehr, dass dir meine Quiche bzw. Tarte gschmeckt hat. Tatsächlich verwende ich eine klassische Form mit ca. 28 cm. Deine Form mit 24 cm ist dann natürlich etwas zu klein für die von mir angegebene Teigmenge. Falls du dich doch noch fleischlos inspirieren lassen möchtest, unter dem Schlagwort vegetarisch oder vegan gibts bei mir im Blog zahlreiche warme, alternative Gerichte.
    Liebe Grüße, Eva

    • Liebe Eva,

      dass 4 cm Durchmesser so viel Unterschied für die Menge ausmachnen, hätte ich nicht gedacht. Aber gut, das zu wissen.
      Ich schaue gerne noch mal auf deinem Blog nach vegetrarischen Rezeptideen. Ich bin aber eher pessimistisch, dass ich noch fündig werde, weil sich deine Art zu kochen um einiges von meiner unterscheidet.

      Herzlichst,
      Frau Inga

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